Othello

Othello 01

Premiere: 14.06.2012

Vorstellungsinfos

Vorstellungstage: Dienstag, Donnerstag, Freitag, Mittwoch, Samstag, Sonntag

Vorstellungsort(e): Burg Frankenberg

Weiter Informationen

Vorstellungen bis zum 29.07.2012 täglich außer montags um 21 Uhr im Innenhof der Burg Frankenberg

Vorverkauf
Offiziell 15.05.2012
Abo & Förderkreis 02.05.2012
Preise
Vollzahler Ermäßigt
20€ 13€

Kartenbestellung

Tragödie

von William Shakespeare

Shakespeares „Othello“ ist wahrscheinlich das größte und meistgespielte Drama um Intrigen, Eifersucht und Mord. Es ist die berühmte Geschichte des schwarzen Generals, der aus Liebe tötet.

Der schwarze Immigrant Othello hat in Venedig eine glänzende Karriere als führender Militärstratege hingelegt. Aus Liebe zu Desdemona, der Tochter eines Senators, will er Venedig zu seiner Heimat machen. Die Heirat mit ihr könnte auch sein letzter Schritt zur Integration sein… Doch kaum ist die Heirat vollzogen, wird Othello in den Krieg nach Zypern abberufen. Desdemona folgt ihm, ebenso Jago, ein Untergebener des Generals, der sein bedingungsloses Vertrauen genießt und das zu nutzen weiß. Jago hasst Othello, seit dieser ihn bei der Beförderung zu seinem Stellvertreter übergangen hat. In präzisen, bösartig ersonnenen Schritten entspinnt Jago eine Intrige, die Othello unaufhaltsam in die Fänge der Eifersucht und schließlich in die Katastrophe treibt. Er nutzt die verborgene Angst des Immigranten, nicht wirklich willkommen und anerkannt zu sein.

Shakespeares 1604 uraufgeführtes Schauspiel ist Jahrhunderte lang als pure Eifersuchtstragödie gelesen worden. Erst Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts setzte man sich auch mit der sozialen und historischen Konstruktion von schwarz und weiß auseinander und mit der daraus erwachsenden Außenseiterstellung des Titelhelden: Als ein äußerst erfolgreicher Einwanderer gliedert er sich nahtlos in die soldatische Männerwelt seiner neuen Heimat ein und kann sich dort sogar an ihre Spitze arbeiten. Zugleich aber wird ihm die volle Anerkennung in der Zivilgesellschaft außerhalb seines militärischen Berufsfelds versagt. Ein Widerspruch, der im Stück zum Mord an der geliebten Frau führt – aus vermeintlich verletzter Soldaten- und Mannes-Ehre.

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